Hanoi oi oi oi

Heut ging’s nach Hanoi. Zaghaft tat ich meine ersten Schritte über meine erste vietnamesische Straße. Bloß nicht stehen bleiben, gleichmäßig durch den rollenden Verkehr laufen. Ja nix überraschendes machen, dass zu einem schrecklichem Unfall mit dem Motorroller an meinem linken Knie und dem Auto an meiner rechten Ferse führen könnte. So stand es zumindest überall in Reiseführern. Und dann. Stolz wie Oskar blickte ich nochmal auf die Straße und den reißenden Verkehr zurück, den ich irgendwie gerade durchquert hatte. Leider hatte das Guesthouse, welches ich zu erreichen suchte, bereits vor einiger Zeit seine Pforten geschlossen, also zurück über die Straße, schäm dich Lonely Planet. So durchquerte ich noch ein paar Strassen bis zum nächsten….auch zu? Drecksding Lonely Planet, von wegen neueste superaktuellste Ausgabe. Nummer drei, egal was kommt, nochmal wollte ich über keine Straße oder an einer entlanglaufen. Mehrbettzimmer, na ok, für eine Nacht, zu zweit auf vier Betten verteilt.

Und dann bin ich doch nochmal raus, und es war herrlich, ich war Teil des Verkehrs, bin mit ihm durch die Altstadt geflossen, wir haben uns ergänzt, das Jing und Jang, wie der Wind der über das Kornfeld streicht, in die Unendlichkeit der Ähren sein Bild malt und….

….ich hab mich wunderbar verlaufen und so tolle Sachen gefunden……

 

Bangkok, stinkig, laut, aufdringlich – Super

Wie die Überschrift bereits sagt, eine geile Stadt. Immer wieder die erste Frage unter Touris: wie komm ich vom Flughafen da jetzt am besten rein? Wenn man mit dem Taxifahrer klar ist und er wirklich weiß wohin, ist’s ganz einfach. Für meinen europäischen Magen ein Kraus. Eins Null Gaspedal. Entweder Vollgas oder kein Gas. Das hat zur folge, dass bei ca. 70 kmh erstmal wieder voll in die Eisen gegangen wird. Zum Glück hatte ich zwei nette Flugnachbarn, und wir haben uns im Taxi gegenseitig mit Gesprächen abgelenkt. Auf ging’s nach Banglampoo, den Firststop und/oder Laststop vieler Backpacker und Touris. Die erste Nacht ging es ins Rambuttri Village. Mit Pool und Frühstück inklusive war es mir schnell zu gemütlich und ich siedelte am nächsten Tag um. Ins Happio. Der halbe Preis und ohne Pool und Frühstück, aber auch ohne Muezzin vorm Fenster.

Abends eine Fussmassage und eine kräftige Hühner-Nudelsuppe, so konnte es auf die Khaosan gehen. Es werden immer mehr schicke Läden eröffnet und Bargirls sind sehr wenige umtriebig. Dafür rasten die Touris hier immer noch voll aus und die Clubs geben sich dem Lautstärkekampf hin.

Das Visum für Vietnam war gar kein Problem, an einer der lokalen Agenturen füllt man den Antrag aus, gibt 2 Passbilder, seinen Reisepass und die für die Dringlichkeit nötige Menge Baht ab und alles geht seinen Gang.

Was nun anfangen mit zwei Tagen Bangkok? Ich sag mal, such dir ein Ziel und versuch dahin zu kommen. Überall Strassenmärkte, Fruchthändler und Tempel. Empfehlenswert ist es das Expressboot zu nehmen, um auf der Nordsüdachse schnell und billig durch Bangkok zu kommen. Die gelben und die orangefarbenen Boote sind dazu gut geeignet(es gibt 4 Linien). Dann gibt’s den Skytrain für Osten und Westen. Den Rest hab ich mit Taxi abgedeckt.

Der Lumpinipark sollte es bei mir werden und der ist einfach toll. Die Skyline um diesen großen Park mit Seen und allerlei Getiers, die Ruhe auf der Flooding Island unweit der 6 spurigen Stadtstrasse und die wenigen Touristen waren es Wert.

Abends bin ich auf dem Royal Field von einer ebenfalls tollen Kulisse überrascht worden. Man soll sich an den schlafenden Menschen da nicht stören, leider gibt es auch in Bangkok Armut. Sehr viel sogar.

Wenn einem das nichts ausmacht und wer die Vielfältigkeit und den Rummel mag, auf den wartet diese Stadt. Denn diese Leute machen Bangkok aus. Ich werde hierher zurückkommen und mal länger bleiben.

Mit Mike hab ich dann in der Garküche noch einen Wainacktbaum geschmückt. Next stop: Vietnam

Sawasdee krap

Liebe Freunde…

Hier findet Ihr demnächst ein paar Informationen und Bilder zu meinem Trip durch Thailand, Vietnam und Kambodscha. Für diese Zeit, ein kleiner buddhistischer Segenswunsch an alle:

“Glück soll die ganze Welt umfassen,
ich grüße alles, was da lebt;
ich möchte Segen regnen lassen
und Heil, wie jedes es erstrebt.
Ob groß ein Wesen oder klein,
ob zart, ob machtbegabt, ob schwach,
es mag ein jedes glücklich sein
in Luft und Land und tief im Bach.
Ob wir es seh’n, ob’s uns entgeht,
im fernen Land, vor unserm Fuß,
ob’s lebt, ob’s an der Pforte steht:
Heil sendet ihm der Heil’gen Gruß.”
 
                                             Sutt. Nip.