Eine Frohe Weihnachtszeit

Es ist endlich wieder soweit. Weihnachten. Dieser magische Moment der mich als Kind stets in innere Aufregung versetzt hat. Erst kam er langsam…Sehr langsam…Dann wurde das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet. Die Kisten mit Männchen und allerlei anderem Schmuck wurden vom Dachboden geholt. Dabei stieg einem immer schon der Geruch von Holz und altem Einwickelpapier in die Nase und Erinnerungen an letztes Jahr wurden wach. “Wo stand jetzt wieder jedes Männlein?” 5. Türchen. Die Weihnachtsmärkte wurden besser und kälter – die Menschen mit der Anzahl gekaufter Geschenke immer entspannter. 17. Türchen. Es waren die letzten Tage in der Schule. Es wurde gebastelt, gesungen und gemalt. Man hat sich einfach gemeinsam auf die freie Zeit gefreut. Und natürlich auf die Geschenke.

Je älter ich geworden bin, um so gefühlt schneller rückt Weihnachten ran. Die Zeit zum ersten Türchen vergeht immer schneller. Die Vorfreude auf Geschenke weicht einem: “Ich brauch doch nix, ich hab doch alles”. Die Weihnachtsmärkte werden nicht mehr einfach besucht, sondern unter Berücksichtigung verschiedenster Kriterien und Rahmenbedingungen ausgewählt: Zeit, Menschenaufkommen, Angebot. Und unbewusst habe ich mit meinem antrainierten “Alltagsdenken” auch das letzte bisschen Weihnachtszauber verschwinden lassen.
Warum bastel, singe und male ich eigentlich nicht mehr, wenn es mir als Kind so viel bedeutet und soviel Freude bereitet hat?

Für mich ist auch dieses Weihnachten wieder von kindlicher Vorfreude geprägt, von der Erwartung des Unbekanntem. Von dem Ungeplanten. Mein magischer Moment, Thailand, Laos – mein Urlaub. Die Zeit auf die ich mit vergleichbarer Euphorie zusteuere wie als Kind auf die Weihnachtszeit. Ich werde neue Leute treffen, mich auf Bekannte freuen.

Ich wünsche jeder und jedem der das liest und allen Menschen auf dieser unserer schönen Erde ein kleines bisschen Kind in sein Herz zurück, für das diesjährige Weihnachtsfest.

Albi

——-

Wie die Entdecker rücken wir unablässig ins Unbekannte vor, wodurch das Leben zum ständigen Abenteuer gerät. Wie endlos und öde würde sich unsere Reise gestalten, wenn wir immer nur auf einer Ebene wandern würden, wenn wir immer die ganze Strecke vor uns sähen, ohne Überraschungen ohne die Würze des Unerwarteten, ohne Herausforderungen. (Eleanore Roosevelt)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>