Ha Long Bucht

Auch in einem vietnamesischen Abenteuer kommt der 24.12. Nach einer Woche Vietnam hab ich beschlossen,  dass Weihnachten dieses Jahr am Meer statt findet. Also habe ich eine der vielen angebotenen 3 Tages-Touren in die Ha Long Bucht gebucht. Man kann da allerlei verschiedene Optionen buchen, ich hab  mich fuer eine Nacht auf einem der typischen Halong Bucht Boote und eine Nacht auf einer einsamen Insel im Bungalow entschieden. Die Tour startete mit Minibus von Hanoi. Nach 3 Stunden waren wir am Meer und haben eine Perlenfarm besucht. Wenn ich mir vorstelle, dass mir jemand ein Stueck Plastik irgendwo reinsteckt um es nach ein paar Jahren wieder raus zu holen und es sich um den Hals zu haengen……arme Austern!

Dann ging es auf die Fantasea Cruise und weiter auf dem Schiff in Richtung Sung Sot Hoehle. Die Ha Long Bucht ist so etwas wie das Elbsandsteingebirge und die Fraenkische Schweiz, wenn man sich das ganze groesser und im Meer vorstellt. Die Kalkfelsen sind ueber Millionen Jahre vom Meer und Regen ausgespuehlt und es haben sich Formationen in einer Dimension entwickelt, die innerhalb der ausserlichen Erscheinung unmoeglich erscheinen.

Nach der Hoehlentour kam das Highlight auf das ich mich am meisten gefreut hatte, Kajak fahren zwischen den steinernen Tuermen. Gemeinsam mit unserer kleinen Gruppe machten wir uns auf den Weg durch eine Grotte, die in einer Lagune endete, welche umgeben von 150 Meter hohen Felswaenden und Urwald an Jurrasic Park, die geheimnisvolle Insel und Robinson Crusoe erinnerte. In den Baeumen auf den Felsen leben Affen. Eigentlich ist Baden in der Bucht verboten und man sollte nicht aussteigen…aber wo kein Klaeger da kein Richter, so unser Guide Chung, der, weil er nicht schwimmen konnte, lieber auf dem grossen Schiff geblieben ist. Der Strand der Lagune besteht aus Muschelbaenken und Matsch und allerlei Getiers, was in Summe ein herrliches Gefuehl zwischen den Zehen und unter den Fuessen ergibt. Das Wasser war mit 23 Grad angenehm. Nur die Felsen mit Flipflops zu beklettern war eine dumme Idee. Nichts passiert und als es dunkel wurde zurueck zum Boot. Dort wartete wieder ein kleines aber feines Mahl vietnameischer Koestlichkeiten darauf von unserer achtkoepfigen Gruppe verschnabuliert zu werden. Den Abend beschlossen wir mit dem Versuch Tintenfische zu angeln, was nicht so klappt im Winter. Also hab ich meinen neuen Freunden aus Singapur, Finnland und unserem vietnamesischen Guide Chung “Schnauz” beigebracht. Merke: es lohnt sich immer ein Kartenspiel einzupacken.

Den naechsten Tag fuhren wir nach Cat Ba Island. Um in einem National Park in mitten der Insel durch Urwald hindurch auf einen der 200 Meter hohen Felsen zu steigen. Bei 27 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit ein kleines Konditionsleistungstraining.

Anschliessend auf nach Monkey Island: 15 Touristen. 12 Bungalows, 20 Angestellte, eine Essenshuette, ein Dieselgenerator, zwei Straende und jede Menge Urwald mit Affen. Das war Heilig Abend 2014 :) Wir haben auch gesungen, denn das ist ja ueberall beliebt in Asien: Karaoke.

Natuerlich gaebe es noch viel mehr zu erwaehnen, z.B. die schwimmenden Haeuser oder die Taxiboote, aber es ist einfach zuviel und ich kann jedem nur empfehlen, besucht Vietnam, die Eindruecke kann man schwer beschreiben. Erwartet aber keinen 5 Sterne Luxus ala Sylt. Am dritten Tag ging es zurueck nach Hanoi.

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