All posts by Albrecht Liebscher

Eine Frohe Weihnachtszeit

Es ist endlich wieder soweit. Weihnachten. Dieser magische Moment der mich als Kind stets in innere Aufregung versetzt hat. Erst kam er langsam…Sehr langsam…Dann wurde das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet. Die Kisten mit Männchen und allerlei anderem Schmuck wurden vom Dachboden geholt. Dabei stieg einem immer schon der Geruch von Holz und altem Einwickelpapier in die Nase und Erinnerungen an letztes Jahr wurden wach. “Wo stand jetzt wieder jedes Männlein?” 5. Türchen. Die Weihnachtsmärkte wurden besser und kälter – die Menschen mit der Anzahl gekaufter Geschenke immer entspannter. 17. Türchen. Es waren die letzten Tage in der Schule. Es wurde gebastelt, gesungen und gemalt. Man hat sich einfach gemeinsam auf die freie Zeit gefreut. Und natürlich auf die Geschenke.

Je älter ich geworden bin, um so gefühlt schneller rückt Weihnachten ran. Die Zeit zum ersten Türchen vergeht immer schneller. Die Vorfreude auf Geschenke weicht einem: “Ich brauch doch nix, ich hab doch alles”. Die Weihnachtsmärkte werden nicht mehr einfach besucht, sondern unter Berücksichtigung verschiedenster Kriterien und Rahmenbedingungen ausgewählt: Zeit, Menschenaufkommen, Angebot. Und unbewusst habe ich mit meinem antrainierten “Alltagsdenken” auch das letzte bisschen Weihnachtszauber verschwinden lassen.
Warum bastel, singe und male ich eigentlich nicht mehr, wenn es mir als Kind so viel bedeutet und soviel Freude bereitet hat?

Für mich ist auch dieses Weihnachten wieder von kindlicher Vorfreude geprägt, von der Erwartung des Unbekanntem. Von dem Ungeplanten. Mein magischer Moment, Thailand, Laos – mein Urlaub. Die Zeit auf die ich mit vergleichbarer Euphorie zusteuere wie als Kind auf die Weihnachtszeit. Ich werde neue Leute treffen, mich auf Bekannte freuen.

Ich wünsche jeder und jedem der das liest und allen Menschen auf dieser unserer schönen Erde ein kleines bisschen Kind in sein Herz zurück, für das diesjährige Weihnachtsfest.

Albi

——-

Wie die Entdecker rücken wir unablässig ins Unbekannte vor, wodurch das Leben zum ständigen Abenteuer gerät. Wie endlos und öde würde sich unsere Reise gestalten, wenn wir immer nur auf einer Ebene wandern würden, wenn wir immer die ganze Strecke vor uns sähen, ohne Überraschungen ohne die Würze des Unerwarteten, ohne Herausforderungen. (Eleanore Roosevelt)

Kanada – Toronto und Rockies

Eine sportliche Woche war das. Angefangen in Toronto, mit dem Besuch der dort wohnenden Liebschers und dem nötigen Sightseeing: Toronto CN Tower, Niagara Falls, Welland-Kanal und St. Catherines on Lake Ontario. Weiter ging es mit dem Flieger nach Calgary wo schon das Bruderherz wartete und von da gemeinsam in die Rockies. Lake Louise, Lake Moraine, Lake Minnewanka und Banff. Schön war es, ich komm wieder, mit Wohnmobil und viel Zeit :)

Tunesien

Über Ostern ging es für eine Woche nach Tunesien. Schade, dass seit dem arabischen Frühling in den nordafrikanischen Ländern keine Ruhe einkehrt und die einheimische Touristiksparte, welche so wichtige Devisen bringt, auf dem Zahnfleisch kriecht. Schön war es trotzdem, in der Nähe von Sousse in Port el Kantaoui. Der Strand war leer, das Wasser noch kalt und nur jeder zehnte Hotelbunker hatte geöffnet. Terrorgefahr hin oder her…das Risiko ist auf einer deutschen Autobahn größer.

At the end… Thailand

Jetzt endlich hab ich mich aufgerafft nochmal was zum Abschluss zu posten. Die letzten 10 Tage stehen im Zeichen des wahren Blödelns auf einer Insel. Quatsch, der Insel! Der ersten Insel, auf der ich jemals in Thailand war. Koh Chang. Von Ottos Guesthouse aus bin ich mit meinem lieben Tuktuk Fahrer an die kambodschanisch thailändische Grenze gefahren. Man hat sich der Übergang verändert! Vor 10 Jahren war das ein militärisch abgeriegelter 400 Meter Parkour durch Panzersperren und schussbereite Soldaten.

Dann ging es weiter mit dem Minibus nach Trat und von da vom Busbahnhof an die Fähre…denkste! Nepperschlepperbauerfänger sag ich nur. Das Taxi vom Busbahnhof hat einen zwar an Meer gefahren, aber zu einem “Zwischenhändler” der Fährtickets für 10 Baht mehr verkauft und die Leute dann gesammelt einmal pro Stunde zur eigentlichen Fähre fährt. Hier musste ich leider meine Reiseknigge vergessen. Man war ich stinksauer nach 2 Stunden da rumsitzen und auf die Ankunft anderer Busse aus Bangkok zu warten, in welchen Herr B. aus D. zu mir unterwegs war. Kein Wlan, keine Gesprächsbereitschaft wo man denn jetzt ist. So hat die zierliche Dame dann doch schnell den Fahrer gerufen, der mich unter Murren zum Pier gebracht hat, kurz bevor ich da ein Feuerwerk abgebrannt hätte.

Schnell rauf auf die Fähre und da stand er, der Herr B.

Weiß, abgearbeitet, viel zu sauber gekleidet und die Augen weit aufgerissen ob der Dinge die da auf ihn zukommen :)

So ging die letzte Woche mit Schnorcheln, Moped Fahren, Kajak fahren, Essen, Billiardspielen, 4 Gewinnt spielen, Türmchen bauen und allerlei mehr Faxen ins Land.

Kambodscha

Nach Silvester in Saigon war es Zeit sich langsam von Vietnam zu verabschieden, denn ein guter Freund hat sich für Thailand angekündigt und wir haben den 7.1. für das Treffen bei Koh Chang ausgemacht. Also rein in den Bus und auf nach Phnom Penh in Kambodscha. Kambodscha hatte ich bereits vor einigen Jahren besucht und war positiv überrascht wie sich dieses damals noch sehr zerrüttete und korrupte Land verwandelt hat. Es gibt zwar noch viele Stellen, die ebenso wenig Asphalt wie Wasserleitungen gesehen haben, aber es ist nicht mehr ein Krisenland, in dem man sich unsicher fühlt. Für Sightseeing in Phnom Penh habe ich mir gleich einen Tuktuk-Fahrer mit gutem Englisch gesucht und ihn für den einen Tag, den ich eingeplant habe angeheuert. Es gibt neue Brücken, einen zugeschütteten See, der zu einer Investmentwüste geworden ist, moderne ATM’s, Krankenhäuser nach westlichen Standards und, was mir besonders wichtig war, die leckere Khmer Küche. Regiert in Vietnam die Pho(Suppe) in jeglichen Ausprägungen, sagt man dem Khmer essen nach, es sei in seinen Nachbarländern zusammen geklaut. Sicher, Reis wird auch hier mit Wasser gekocht(zum Glück) aber es wird weniger stark gewürzt. Zu dem Essen, welches nach meinem Geschmack mehr den Fokus auf den Geschmack der Zutaten als auf scharfe Gewürze legt, werden Chillipulver und Saucen separat gereicht. Und die freundliche und aufgeschlossene Art der Menschen in der Straßenküche macht es einem auch hier sehr leicht, nicht allein essen zu müssen.

Nach zwei Tagen Phnom Penh bin ich weiter nach Koh Kong gefahren, in dem ich in Ottos Guesthouse übernachtete. Otto betreibt das Guesthouse seit 99 und hat mich mit den Worten empfangen: “Ich hab neue Pilzsauce und Schnitzel, willste?” empfangen. Danke Otto für die nette Unterhaltung und das gute Schnitzel mit Kartoffelbrei ;)